
SAP-Salesforce-Integration im Mittelstand: Von der Datenbrücke zum Business-Enabler

Die Integration von SAP-ERP und Salesforce ist weit mehr als eine technische Notwendigkeit; sie ist eine Investitionsentscheidung mit direktem Einfluss auf Ihre Wettbewerbsfähigkeit. Für mittelständische Unternehmen existieren drei primäre Integrationspfade: Eigenentwicklung, iPaaS-Lösungen oder native Integration. In diesem Überblick wird dargestellt, wie der native Ansatz mit SKYVVA die Sicherheit einer Enterprise-Middleware mit der Kosteneffizienz einer plattformbasierten Lösung vereint.
Warum diese Integration strategisch relevant ist
Die „geteilte Zentralstruktur“ Ihres Unternehmens
In vielen mittelständischen Unternehmen existieren zwei technologische Sphären isoliert nebeneinander. SAP fungiert, als Ihr „System of Record“ für verbindliche Transaktionsdaten und Salesforce hingegen dient als „System of Engagement“ für die Kundeninteraktion.
SAP – Ihr „System of Record“:
• Finanzbuchhaltung und Controlling
• Warenwirtschaft und Logistik
• Produktion und Personalwesen
• Verbindliche Transaktionsdaten
Salesforce – Ihr „System of Engagement“:
• Vertriebssteuerung (Sales Cloud)
• Kundenservice (Service Cloud)
• Marketing-Automatisierung
• Kundeninteraktion und -beziehung
Diese Aufteilung – oft als „Best-of-Breed“-Ansatz bezeichnet – ist strategisch sinnvoll. Ohne tiefe Integration entsteht jedoch eine operative Bruchstelle, die sich täglich in konkreten Szenarien manifestiert:
Szenario Vertrieb: Ihr Außendienstmitarbeiter sitzt beim Kunden und sieht in Salesforce eine vielversprechende Opportunity. Was er nicht sieht: Der Kunde hat offene Posten im sechsstelligen Bereich, sein Kreditlimit ist ausgeschöpft, und die letzte Lieferung wurde wegen Qualitätsproblemen reklamiert. Diese Informationen liegen in SAP – in einem anderen System, zu dem der Vertrieb keinen Zugang hat.
Szenario Service: Ein Kunde ruft Ihre Hotline an. Der Servicemitarbeiter sieht in Salesforce den letzten Service-Case, aber nicht den aktuellen Lieferstatus seiner Nachbestellung oder die Kulanzvereinbarung, die der Vertrieb in SAP hinterlegt hat.
Szenario Auftragsabwicklung: Eine Opportunity wird in Salesforce auf „Closed Won“ gesetzt. Ein Innendienstmitarbeiter muss nun manuell die Auftragsdaten in SAP eintippen – Kundennummer, Artikelpositionen, Mengen, Konditionen. Dieser Medienbruch kostet Zeit, bindet qualifizierte Ressourcen und ist die Hauptquelle für Fehler: Zahlendreher, falsche Konditionen, vergessene Positionen.
Das strategische Ziel: Die Single Source of Truth (SSoT)
Die Auflösung dieser Datensilos ist eine notwendige Aufgabe. Sie verhindert operative Fehler und sorgt für konsistente Informationen. Die eigentliche Kür – und der messbare ROI-Hebel – liegt jedoch in der Prozessautomatisierung.
Das Ziel ist nicht „Daten bewegen“, sondern „Prozesse beschleunigen“:
| Von | Zu |
|---|---|
| Manueller Datenexport/-import | Automatisierte Echtzeit-Synchronisation |
| Doppelte Datenpflege | Eindeutige Datenhoheit pro System |
| Rückfragen zwischen Abteilungen | Sofortiger Zugriff auf relevante Informationen |
| Sofortiger Zugriff auf relevante Informationen | Durchgängige End-to-End-Prozesse |
Die drei Integrationswege: Eine kritische Bewertung
Bevor Sie eine Integrationslösung auswählen, sollten Sie die grundlegenden architektonischen Optionen verstehen. Jede hat spezifische Stärken, aber auch Risiken und Kostenprofile.
Eigenentwicklung (Point-to-Point / Custom Code)
Der Ansatz: Ihre internen ABAP- und Apex-Entwickler programmieren die Schnittstelle selbst, möglicherweise unter Nutzung vorhandener SAP-Middleware wie PI/PO.
Die Verlockung: „Wir haben die Kompetenz im Haus, warum sollten wir etwas kaufen?“
Die Realität: Dieser Ansatz erscheint initial kostengünstig, erweist sich jedoch regelmäßig als Kostenfalle. Die initialen Entwicklungskosten sind lediglich die Spitze des Eisbergs.
Versteckte Kosten und Risiken:
1. Software-Updates: Bei jedem SAP-Update (wie Support Packages oder Enhancement Packages) sowie bei jedem der drei jährlichen Salesforce-Releases besteht immer das Risiko, dass Ihre Schnittstelle beeinträchtigt oder sogar unterbrochen wird. Entwickler müssen kontinuierlich testen und anpassen.
2. Technische Schuld: Individuell entwickelte Integrationen gelten häufig als anfällig für Störungen und zeigen eine eingeschränkte Robustheit. Sie reduzieren die Erweiterbarkeit und verhindern die Skalierbarkeit. Mit jeder Änderung wachsen die Komplexität und Supportaufwand.
Ressourcenbindung: Spezialisierte Entwickler sind häufig mit Schnittstellenwartung beschäftigt und fehlen daher für Innovationsprojekte.
3. Fehlende Governance: Ohne standardisiertes End-to-End-Monitoring, automatisierte Fehlerbehandlung und Reprocessing beginnt bei jedem Ausfall eine aufwendige manuelle Fehlersuche über Systemgrenzen hinweg.
Personenabhängigkeit: Verlässt der Entwickler das Unternehmen und fehlt gute Dokumentation, geht wichtiges Wissen über die Schnittstelle oft verloren.
Bewertung für den Mittelstand: Für geschäftskritische Integrationen ist dieses Produkt nicht empfehlenswert. Während kurzfristige Kosteneinsparungen möglich sind, gehen diese mit potenziellen langfristigen technischen Herausforderungen und operativen Risiken einher.
General-Purpose-iPaaS (Middleware)
Der Ansatz: Investition in eine zentrale „Integration Platform as a Service“, die als universeller Hub für alle Integrationsflüsse im Unternehmen dient.
Die strategische Argumentation: Diese Plattformen – ob MuleSoft (zu Salesforce gehörend) oder SAP Integration Suite (auf der SAP Business Technology Platform) – werden von Analysten wie Gartner als „Leader“ positioniert. Sie versprechen zentrale Governance, Standardisierung und Wiederverwendbarkeit.
Wann diese Option sinnvoll ist:
• Ihr Unternehmen verwaltet zahlreiche Applikationen, die einer effektiven Orchestrierung bedürfen. Salesforce stellt dabei lediglich eine von vielen eingesetzten Anwendungen dar.
• Eine strategische Entscheidung für eine der genannten Plattformen wurde bereits getroffen.
• Sie verfügen über ein dediziertes Integrationsteam mit entsprechenden Zertifizierungen.
Die Herausforderungen für den Mittelstand:
1. Total Cost of Ownership (TCO):
• Lizenzkosten: Signifikant (oft sechsstellige jährliche Beträge)
• Infrastrukturkosten: Separate Plattform-Subscription
• Implementierungskosten: eventuell externe Berater erforderlich
• Projektbudgets für komplexe Integrationen: mehrere zehntausend EUR
2. Komplexität und Skill-Gap:
• Diese Plattformen sind eigenständige technologische Universen.
• Sie erfordern oft externe zertifizierte Spezialisten.
3. In typischen Gartner-Bewertungen wird angemerkt, dass die Entwicklung gelegentlich komplex verlaufen kann und dass die Orientierung innerhalb der angebotenen Support-Strukturen herausfordernd sein kann.
4. Architektonischer Overhead:
• Jeder Datenstrom muss über einen „Drittanbieter“ laufen.
• Zusätzlicher Hop bedeutet zusätzliche Latenz.
Bewertung für den Mittelstand: Kann die richtige Wahl sein, wenn bereits eine strategische Plattformentscheidung getroffen wurde. Für die primäre SAP-Salesforce-Achse ist diese Lösung häufig
Native Integration (SKYVVA Integration Solution)
Der Ansatz: Eine Integrationslösung, die technisch in Salesforce lebt, aber die Sprache von SAP spricht.
Das Konzept: SKYVVA ist eine native Salesforce-App, die auf der vorhandenen Salesforce-Plattform aufsetzt. Sie nutzt die bestehende Infrastruktur als Integrations-Hub und vermeidet damit die Kosten einer separaten Middleware-Schicht.
Die architektonische Synthese:
SKYVVA kombiniert die Vorteile der anderen Ansätze und eliminiert deren Nachteile:
| Aspekt | Eigenentwicklung | iPaaS | SKYVVA native Integration |
| Initiale Kosten | Mittel–Hoch | Sehr hoch | Niedrig–Mittel |
| Laufende Infrastrukturkosten | Niedrig | Hoch | Keine, da Salesforce genutzt wird |
| Betrieb durch | Senior-Entwickler | Zertifizierte Spezialisten | Salesforce-Admin |
| Wartungsaufwand | Sehr hoch | Mittel | Niedrig |
| Time-to-Value | Langsam | Mittel | Schnell |
| Skalierbarkeit | Niedrig | Sehr hoch | Sehr hoch |
| Zukunfts-Agilität | Starr | Hoch | Hoch |
Bewertung für den Mittelstand: Der SKYVVA „Sweet Spot“. Sie nutzen Ihre bestehende Salesforce-Plattform-Investition und vermeiden sowohl den TCO-Overhead einer iPaaS-Plattform als auch die technische Schuld einer Eigenentwicklung.
Technischer Deep Dive: Wie SKYVVA die kritischen Einwände entkräftet
Wie soll eine Cloud-App sicher auf unser On-Premise-SAP zugreifen?
Dies ist die berechtigtste Frage, die in der IT gestellt wird. Das Öffnen eingehender Firewall-Ports, damit eine Cloud-Anwendung in Ihr internes Netzwerk kommunizieren kann, ist ein absolutes No-Go und aus Datenschutzgründen nicht erwünscht ist.
Die Lösung: Der SKYVVA Integration Agent
Der SKYVVA Integration Agent ist eine eigenständige, leichtgewichtige Anwendung, die Sie kontrolliert On-Premise installieren – typischerweise in einer demilitarisierten Zone (DMZ).
So funktioniert die Sicherheitsarchitektur:
[Salesforce Cloud + SKYVVA App]
↑
| HTTPS (Port 443)
| Ausgehende Verbindung
|
[Firewall] ← Keine eingehenden Regeln erforderlich
|
[SKYVVA Integration Agent in DMZ]
|
[SAP ECC/S/4HANA im internen Netzwerk]
Das Sicherheitsprinzip im Detail:
1. Der SKYVVA Agent baut von innen nach außen eine proaktive, ausgehende Verbindung zur SKYVVA-Plattform in Salesforce auf – über das Standard-Internetprotokoll HTTPS.
2. Über diesen sicheren, verschlüsselten Tunnel wartet der Agent auf Signale von der Salesforce-App.
3. Wenn ein Prozess von Salesforce zum SAP-System gesendet werden soll, wird die Anfrage über diesen bestehenden, von innen geöffnetem Tunnel gesendet.
4. Der Agent nimmt die Anfrage entgegen und leitet sie innerhalb Ihres Netzwerks an das SAP-System weiter.
Entscheidend: Die Anmeldeinformationen für Ihr SAP-System (RFC-Benutzer, Passwort) werden ausschließlich lokal in einer Konfigurationsdatei auf dem Agent-Server gespeichert. Sie werden niemals nach außen übertragen.
Architektonische Parität mit dem SAP-Standard:
Dieses „Outbound-Only / Reverse-Invoke-Proxy“-Sicherheitsmodell ist architektonisch identisch mit dem Sicherheitsmodell des SAP BTP Cloud Connectors – dem offiziellen SAP-Tool für die Verbindung der SAP Business Technology Platform mit On-Premise-Systemen.
| Sicherheitskriterium | SKYVVA Integration Agent | SAP BTP Cloud Connector |
| Architektur-Muster | Reverse Invoke Proxy | Reverse Invoke Proxy |
| Verbindungsrichtung | Ausgehend (Outbound) | Ausgehend (Outbound) |
| Firewall-Anforderung | Keine Inbound-Regeln | Keine Inbound-Regeln |
| Installationsort | On-Premise / DMZ | On-Premise / DMZ |
| Credential-Speicherung | Lokal auf dem Integration Agent | Lokal im Connector |
Der Unterschied liegt nicht in der Sicherheit, sondern in der Effizienz: Der SKYVVA Agent verbindet sich direkt mit Salesforce. Der SAP BTP Connector verbindet sich mit der SAP BTP (Hop 1), die sich dann in einem zweiten Schritt mit Salesforce verbinden muss (Hop 2) – ein zusätzlicher Hop, der Latenz und Komplexität verursacht.
„Ist eine App wirklich Enterprise-Grade skalierbar?“
Ein berechtigter Einwand. Kann eine „App“ Millionen von Datensätzen verarbeiten – Debitorenstammdaten, Auftragszeilen, Materialbewegungen?
Die Antwort liegt in der Hybridarchitektur:
Auf der Salesforce-Seite: SKYVVA nutzt nativ die Salesforce Bulk API – den von Salesforce selbst empfohlenen Mechanismus für die performante, asynchrone Verarbeitung von Massendaten. Die Bulk API ist für Hunderttausende bis Millionen von Datensätzen konzipiert.
Auf der Agent-Seite: Der SKYVVA Integration Agent basiert auf Apache Camel – einem weit verbreiteten, stabilen und hochperformanten Open-Source-Integrationsframework, das weltweit von Tausenden von Unternehmen für Enterprise-Integrationen genutzt wird.
Auf der SAP-Seite: SKYVVA vermeidet „Reibungsverluste“ durch native SAP-Konnektoren:
• Für SAP PI/PO: Direkter Adapter auf der J2EE-Engine
• Für SAP CPI: Adapter entwickelt mit dem SAP Adapter SDK
• Für SAP ECC: Native Unterstützung von BAPI/RFC und IDoc
• Für S/4HANA: OData-Integration
Enterprise-Referenz: Global agierende Unternehmen nutzen SKYVVA für alle Schnittstellen zu und von Salesforce – teilweise in Kombination mit der SAP PI/PO-Landschaften.
„Was passiert, wenn etwas schiefgeht?“
Integrationen schlagen im laufenden Betrieb unweigerlich fehl – durch ungültige Daten, gesperrte Objekte, Systemausfälle oder Netzwerkprobleme. Die entscheidende Frage ist: Wie schnell können Sie den Fehler identifizieren und beheben?
Das Problem bei traditionellen Architekturen: In einer iPaaS-Architektur findet die Fehlerbehandlung in einem Drittsystem (der Middleware-Konsole) statt. Ihr Salesforce-Administrator sieht nur: „Die Daten sind nicht angekommen.“ Er muss ein Ticket erstellen. Ein Middleware-Spezialist muss sich in der Middleware-Konsole anmelden, Logs analysieren und den Fehler beheben.
Ergebnis: Erhöhte Mean Time to Resolution (MTTR), gebundene Kapazitäten spezialisierter Mitarbeitender sowie eine geringere Zufriedenheit bei den Fachanwendern.
Die SKYVVA-Lösung: SKYVVA verlagert den gesamten Integrationsprozess – einschließlich des Monitorings – auf die Salesforce-Plattform.
Der Message Monitor in Salesforce bietet:
• End-to-End-Monitoring: Transparenz über den gesamten Datenfluss – von der Initiierung in Salesforce über die Verarbeitung im Integration Agent bis zur Rückmeldung aus SAP-ERP System.
• Proaktives Alerting: Automatische Benachrichtigung bei Fehlern per E-Mail oder in einer dedizierten Salesforce-Chatter Gruppe.
• Error Handling & Reprocessing: Der Administrator sieht die fehlgeschlagene Nachricht, analysiert den Grund (z. B. „Debitor war in SAP gesperrt“, „Pflichtfeld fehlt“, „Kreditlimit überschritten“) und kann nach Behebung des Grundproblems die Nachricht mit einem Klick erneut verarbeiten
Der operative Vorteil: Die Verlagerung der Verantwortung vom knappen Middleware-Spezialisten zum vorhandenen Salesforce-Administrator senkt die Betriebskosten drastisch und beschleunigt die Fehlerbehebung auf Minuten.
Konkrete Business-Value-Szenarien
Quote-to-Cash-Automatisierung:
Dies ist der wertschöpfendste Integrations-Use-Case mit dem höchsten und schnellsten Return on Investment.
Der Prozess ohne Integration:
1. Vertriebsmitarbeiter erstellt Angebot in Salesforce
2. Kunde akzeptiert, Opportunity wird auf „Closed Won“ gesetzt
3. Innendienstmitarbeiter erhält Information (per E-Mail, Excel-Export oder manuelle Abfrage)
4. Innendienstmitarbeiter tippt Auftragsdaten manuell in SAP ein: Kundennummer, Auftragsart, Positionen, Mengen, Preise, Konditionen
5. SAP validiert (hoffentlich werden Eingabefehler erkannt)
6. Auftrag wird angelegt, Logistik angestoßen
7. Vertrieb erfährt vom Auftragsstatus durch Rückfrage oder gar nicht
Durchlaufzeit: Stunden bis Tage Fehlerquote: Hoch (Zahlendreher, falsche Konditionen, vergessene Positionen) Ressourcenbindung: Qualifizierte Innendienstmitarbeiter für repetitive Dateneingabe
Der Prozess mit SKYVVA-Integration:
1. Vertriebsmitarbeiter erstellt Angebot in Salesforce
2. Kunde akzeptiert, Opportunity wird auf „Closed Won“ gesetzt
3. Automatisch: SKYVVA transformiert die Salesforce-Opportunity in einen SAP-Auftrag
4. Automatisch: SAP validiert und legt den Auftrag an
5. Automatisch: SAP-Auftragsnummer und -status werden an Salesforce zurückgemeldet
6. Automatisch: Bei Statusänderungen (Kommissionierung, Versand, Fakturierung) erfolgt Update in Salesforce
7. Vertrieb sieht jederzeit den aktuellen Status in der gewohnten Salesforce-Oberfläche
Durchlaufzeit: Minuten Fehlerquote: Nahezu null (keine manuelle Dateneingabe) Ressourcenbefreiung: Innendienst für wertschöpfende Tätigkeiten verfügbar
ROI-Rechnung (Beispiel):
• 5 Innendienstmitarbeiter à 2 Stunden/Tag für manuelle Auftragserfassung
• 220 Arbeitstage × 2 Stunden × 5 Mitarbeiter × 40 €/Stunde = 88.000 €/Jahr
• Hinzukommen: Vermiedene Fehlerkosten, beschleunigte Durchlaufzeit, erhöhte Kundenzufriedenheit
Die digitale Kundenakte: 360-Grad-Sicht in Echtzeit
Das Szenario: Ein Kunde ruft an. Innerhalb von Sekunden sieht Ihr Mitarbeiter in Salesforce:
Aus Salesforce nativ:
• Kontakthistorie und offene Activities
• Laufende Opportunities
• Service-Cases und deren Status
• Marketinginteraktionen
Aus SAP via SKYVVA-Integration:
• Offene Posten und Zahlungshistorie
• Aktuelles Kreditlimit und Ausschöpfung
• Lieferstatus offener Aufträge
• Aktuelle Preiskonditionen und Rabattvereinbarungen
• Materialverfügbarkeiten
• Reklamationshistorie
Der Business Value:
• Entscheidungen werden sofort getroffen, ohne Rückruf in der Fachabteilung
• Keine peinlichen Situationen („Ich muss das Verifizieren und rufe zurück“)
• Informierte Vertriebsgespräche (Upselling-Potenziale erkennen)
• Proaktiver Service (Lieferverzögerung kommunizieren, bevor der Kunde fragt)
Stammdaten-Synchronisation: Die Grundlage
Typische Stammdaten-Flows:
| Datentyp | Richtung | Trigger |
| Debitor/Account | SAP → Salesforce | Neuanlage oder Änderung in SAP |
| Interessent → Debitor | Salesforce → SAP | Opportunity „Closed Won“ |
| Ansprechpartner | Bidirektional | Änderung in Quellsystem |
| Material/Produkt | SAP → Salesforce | Produktfreigabe in SAP |
| Preislisten | SAP → Salesforce | Konditionspflege in SAP |
Wichtig: Die Synchronisation von Stammdaten erfordert eine klare Governance-Entscheidung: Welches System ist „Master“ für welche Datenfelder?
Service Cloud Integration: Field Service und After-Sales
Use Cases für die Salesforce Service Cloud:
1. Garantieprüfung in Echtzeit: Service-Agent prüft in Salesforce, ob ein Produkt noch unter Garantie ist – die Information kommt live aus dem SAP-Materialstamm und der Auftragshistorie
2. Ersatzteilbestellung aus dem Service-Case: Techniker bestellt Ersatzteil direkt aus dem Service-Case in Salesforce – der Auftrag wird automatisch in SAP angelegt
3. Service-Vertragsinformationen: Aktuelle SLA-Konditionen, Reaktionszeiten und Vertragslaufzeiten aus SAP werden im Service-Case angezeigt
4. Installed Base Management: Welche Produkte hat der Kunde im Einsatz? Die Information aus SAP (Serialnummern, Lieferdaten, Konfigurationen) ist in Salesforce verfügbar
Unterstützte SAP-Systeme: Volle Abdeckung der SAP-Landschaft
Ein kritischer Erfolgsfaktor ist die Unterstützung Ihrer spezifischen SAP-Systemlandschaft. SKYVVA bietet dedizierte Konnektoren für das gesamte relevante SAP-Portfolio:
On-Premise-Systeme
SAP ECC 6.0 (ERP Central Component)
• Technologie: BAPI/RFC (synchron), IDoc (asynchron)
• Konnektor: SKYVVA Integration Agent mit nativer RFC-Bibliothek
• Typische Einsatzszenarien: Kundenauftrag anlegen, Debitor synchronisieren, Lieferstatus abfragen
SAP S/4HANA On-Premise
• Technologie: BAPI/RFC, IDoc, OData, CDS-Views
• Konnektor: Integration Agent oder direkte OData-Anbindung
• Vorteil: Nutzung der modernen S/4HANA-APIs zusätzlich zu klassischen Protokollen
SAP PI/PO (Process Integration / Process Orchestration)
• Technologie: SKYVVA-Adapter direkt auf der J2EE-Engine
• Einsatz: Wenn PI/PO bereits als Enterprise-Hub vorhanden ist
• Vorteil: Nahtlose Integration in bestehende SAP-Middleware-Landschaft
Cloud-Systeme
SAP S/4HANA Cloud (Public & Private Edition)
• Technologie: OData, REST-APIs
• Konnektor: Cloud-to-Cloud ohne Agent
• Authentifizierung: OAuth 2.0
SAP Business ByDesign
• Technologie: OData, SOAP-Webservices
• Konnektor: Cloud-to-Cloud ohne Agent
• Zielgruppe: Mittelständische Unternehmen mit Cloud-First-Strategie
SAP Business One (Cloud-Version)
• Technologie: Service Layer (REST, OData)
• Konnektor: Cloud-to-Cloud ohne Agent
On-Premise mit Cloud-Option
SAP Business One (On-Premise)
• Technologie: DI API, Service Layer
• Konnektor: Integration Agent oder Service Layer
• Zielgruppe: Kleine und mittlere Unternehmen
Ergänzende SAP-Lösungen
SAP CPI (Cloud Platform Integration / Integration Suite)
• Technologie: Adapter mit SAP Adapter SDK entwickelt.
• Einsatz: Wenn SAP CPI als strategische Plattform definiert ist.
• Positionierung: SKYVVA als spezialisierter „Salesforce-Hub“ innerhalb der CPI-Architektur
SAP Ariba
• Procurement- und Supply-Chain-Collaboration
• Integration von Lieferanten- und Beschaffungsdaten in Salesforce
SAP BTP (Business Technology Platform)
• Nutzung von BTP-Services in Kombination mit SKYVVA
• Komplementärer Ansatz für erweiterte Szenarien
Der oft unterschätzte Erfolgsfaktor: Data Governance
Warum Technologie allein nicht reicht
Eine perfekt gebaute Schnittstelle, die fehlerhafte oder inkonsistente Daten in Echtzeit synchronisiert, richtet mehr Schaden an als Nutzen. Sie „verbreitet die Unordnung nur schneller“.
Der Erfolg einer SAP-Salesforce-Integration ist weniger eine Frage der Technologie als vielmehr eine Frage der Governance.
Die Kernfrage: Wer ist der Master?
Bevor die erste Konfiguration vorgenommen wird, muss Ihr Unternehmen eine fundamentale Frage beantworten: Welches System ist für welche Daten führend?
SAP als Master für Kundenstammdaten
Typisch für: Traditionelle, produktions- oder finanzgetriebene Unternehmen
| Datenfeld | Master | Begründung |
| Debitorennummer | SAP | Eindeutige Identifikation für Buchhaltung |
| Rechnungsadresse | SAP | Relevant für Fakturierung |
| Zahlungsbedingungen | SAP | Finanzrelevant |
| Kreditlimit | SAP | Finanzrisiko-Management |
| Kontaktpersonen (operativ) | Salesforce | Vertriebsrelevant |
Integrations-Flow:
1. Debitor wird in SAP angelegt (durch Buchhaltung oder automatisch)
2. SKYVVA synchronisiert Debitor → Salesforce Account
3. Vertrieb pflegt zusätzliche Informationen in Salesforce (Opportunities, Aktivitäten)
4. Änderungen an Master-Feldern in SAP werden nach Salesforce repliziert
Salesforce als Master für Kundenstammdaten
Typisch für: Moderne, vertriebs- oder servicegetriebene Unternehmen
| Datenfeld | Master | Begründung |
| Account-Name | Salesforce | Erster Kontaktpunkt im Vertrieb |
| Kommunikationsadresse | Salesforce | Marketing/Vertrieb |
| Branche, Unternehmensgröße | Salesforce | Qualifizierungsinformationen |
| Debitorennummer | SAP | Wird bei Bedarf generiert |
| Finanzinformationen | SAP | Nach Anlage als Debitor |
Integrations-Flow:
1. Account wird in Salesforce angelegt (Lead-to-Opportunity-Prozess)
2. Bei „Closed Won“: SKYVVA triggert Debitoranlage in SAP
3. SAP generiert Debitorennummer und meldet sie an Salesforce zurück
4. Folgeaufträge nutzen den synchronisierten Datensatz
SKYVVA und MDM: Die richtige Positionierung
SKYVVA ist kein Master Data Management (MDM)-Tool.
Es konkurriert nicht mit Lösungen wie SAP Master Data Governance (MDG).
SKYVVA ist das Integrations- und Umsetzungs-Tool, um Ihre definierte Governance-Strategie technisch zu exekutieren:
• Durchsetzung der definierten Master-Slave-Beziehungen
• Validierung von Datenqualitätsregeln im Integrationsfluss
• Dublettenprüfung und -behandlung
• Audit-Trail für Compliance-Anforderungen
Unser Beratungsansatz
Ein erfolgreiches Integrationsprojekt erfordert mehr als Tool-Implementierung.
Apsara Consulting begleitet Sie durch die strategische Definitionsphase:
1. Assessment: Analyse Ihrer aktuellen Datenflüsse und Pain Points
2. Governance-Workshop: Definition der Master-Slave-Beziehungen und Datenqualitätsregeln
3. Pilotprozess: Start mit einem einzelnen, wertschöpfenden Prozess (typischerweise Quote-to-Cash)
4. Iterative Erweiterung: Schrittweise Integration weiterer Prozesse basierend auf Erfahrungen
Wann ist SKYVVA die richtige Wahl?
SKYVVA ist optimal für Sie, wenn:
✓ Salesforce Ihre strategische CRM-Plattform ist oder wird
✓ SAP Ihr führendes ERP-System ist (unabhängig von On-Premise oder Cloud)
✓ Sie die SAP-Salesforce-Achse als primären Integrationsbedarf haben
✓ Sie Kosten und Komplexität einer separaten Middleware vermeiden möchten
✓ Sie den Betrieb mit vorhandenen Ressourcen (Salesforce-Admin) realisieren möchten
✓ Sie schnelle Time-to-Value benötigen (Monate)
SKYVVA kann ergänzt werden durch iPaaS, wenn:
✓ Sie bereits eine strategische iPaaS-Plattform haben (MuleSoft, SAP BTP)
✓ Sie Hunderte von Systemen orchestrieren müssen
✓ SKYVVA fungiert dann als spezialisierter „Salesforce-Hub“ innerhalb der iPaaS-Architektur
Apsara Consulting: Warum wir der richtige Partner sind
SAP-DNA trifft Salesforce-Innovation
Apsara Consulting ist nicht als reines „Salesforce-Startup“ auf den Markt gekommen. Unsere Wurzeln liegen tief in der SAP-Welt.
Seit 2007 verstehen wir die Komplexität von SAP-Backend-Systemen:
• Die Eigenheiten alter R/3-Systeme
• Die Architektur von ECC 6.0
• Die moderne S/4HANA-Welt
• Die Kritikalität von Stammdaten, Preisfindung und Variantenkonfiguration
Dieses tiefe Verständnis der SAP-Geschäftslogik ist in die SKYVVA-Lösung eingeflossen. Wir bauen keine „dummen“ Datenleitungen, sondern intelligente Brücken, die die Integrität Ihrer SAP-Prozesse respektieren.
Was uns auszeichnet
Technische Tiefe: Wir verstehen beide Welten – SAP und Salesforce – auf Architekturebene
Branchenerfahrung: Über 15 Jahre Projekterfahrung im deutschen Mittelstand
Produktverantwortung: SKYVVA ist unsere eigene Lösung – keine Blackbox eines Drittanbieters
Partnerschaftlicher Ansatz: Wir befähigen Ihre Teams, nicht schaffen Abhängigkeiten
Die Wahl einer Integrationslösung stellt eine Investitionsentscheidung dar und ist nicht ausschließlich eine IT-Angelegenheit. Ein nativer Ansatz bietet dabei einen reibungslosen Ablauf sowie einen maximalen Mehrwert durch reduzierte Administrationsaufwände und eine stärkere Fokussierung auf die geschäftlichen Kernprozesse.
Unser Angebot für Sie:
Kostenloses Erstgespräch
• Verständnis Ihrer aktuellen SAP- und Salesforce-Landschaft
• Bestimmung der erforderlichen Geschäftsabläufe
• Einschätzung von Aufwand und Timeline
SAP ERP – Salesforce Integration auf einen Blick

